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Was ist Kurzarbeitergeld und was setzt es voraus?

Kurzarbeitergeld wird von den Arbeitsagenturen gezahlt, wenn der Arbeitgeber die regelmäßige Arbeitszeit kürzen muss und dies bei der zuständigen Agentur für Arbeit angezeigt hat. Kurzarbeit im Arbeitsverhältnis bedeutet die vorübergehende Verringerung der regelmäßigen Arbeitszeit aufgrund eines erheblichen Arbeitsausfalls.

Von der Kurzarbeit können alle oder nur ein Teil der Arbeitnehmer des Betriebes betroffen sein. Die betroffenen Arbeitnehmer arbeiten bei Kurzarbeit weniger oder überhaupt nicht („Kurzarbeit Null“).

Voraussetzungen für Kurzarbeitergeld

Ob ein Arbeitgeber Kurzarbeit einführen darf und ob sich bei Kurzarbeit der Anspruch auf Arbeitsentgelt (Lohn, Gehalt) der Arbeitnehmer verringert, richtet sich nach arbeitsrechtlichen Bestimmungen.

Der eigentliche Bezug von Kurzarbeitergeld richtet sich wiederum nach den sozialrechtlichen Regelungen des SGB III. Danach besteht Anspruch auf Kurzarbeitergeld, wenn

  • ein erheblicher Arbeitsausfall mit Entgeltausfall vorliegt,
  • im jeweiligen Kalendermonat mindestens ein Drittel der in dem Betrieb beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von einem Entgeltausfall von jeweils mehr als 10 % ihres monatlichen Bruttoentgelts betroffen ist,
  • in dem Betrieb mindestens ein Arbeitnehmer beschäftigt ist und der von dem Arbeitsausfall betroffene Arbeitnehmer die persönlichen Voraussetzungen erfüllt, insbesondere sein Arbeitsverhältnis fortgesetzt werden soll, also weder gekündigt noch aufgehoben worden ist.

Diese Voraussetzungen muss der Arbeitgeber der Arbeitsagentur anzeigen. Erst wenn die Arbeitsagentur die Anzeige bewilligt hat, kann der Arbeitgeber  monatlich das Kurzarbeitergeld für die Arbeitnehmer beantragen.

Kurzarbeitergeld: Was droht Ihnen bei Falschangaben?