Arbeitsrecht
Fondsstandortgesetz

Fondsstandortgesetz beschlossen

Am 1. Juli 2021 tritt das neue „Fondsstandortgesetz“* in Kraft: Es soll den Fondsstandort Deutschland für Start-ups attraktiver machen. Außerdem soll es Unternehmen helfen, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden und die Mitarbeiterbindung zu stärken.

Steuerliche Erleichterungen

Das Gesetz enthält insbesondere zwei Regelungen, die die Attraktivität von Mitarbeiter-Kapitalbeteiligungen erhöhen sollen:

  1. Der Gesetzesentwurf - mittlerweile vom Bundesrat verabschiedet - sieht eine Erhöhung des steuerfreien Höchstbetrags für Kapitalbeteiligungen von 360,00 € auf 720,00 € im Jahr vor.
  2. Bei Unternehmensbeteiligungen eines Start-ups, die den Angestellten kostenlos oder verbilligt übertragen werden, sollen Einkünfte anfangs gar nicht besteuert werden. Die Besteuerung erfolgt erst zu einem späteren Zeitpunkt: in der Regel dann, wenn das Unternehmen verkauft wird, spätestens nach 10 Jahren oder bei einem Arbeitgeberwechsel. Auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von Kleinstunternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) können von der steuerlichen Förderung profitieren.

Ist das Gesetz ausreichend?

Zwar ist die Erhöhung der Freibeträge und auch der Besteuerungsaufschub ein erster Schritt, um den Standort Deutschland auch für Start-ups attraktiver zu machen. Dennoch ist hier weiterhin der Gesetzgeber in der Pflicht, die entsprechenden Innovationstreiber zu fördern.

 

*„Gesetz zur Stärkung des Fondsstandorts Deutschland und zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2019/1160 zur Änderung der Richtlinien 2009/65/EG und 2011/61/EU im Hinblick auf den grenzüberschreitenden Vertrieb von Organismen für gemeinsame Anlagen“